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    Transparente Zivilgesellschaft sw

Nachruf auf Rolf Höfert

Rolf Höfert  (29.12.1948 – 19.02.2026)

1981 übernahm er die Geschäftsführung des Deutschen Pflegeverbands, eine Aufgabe, die er 40 Jahre lang erfüllte. Dabei gestaltete er die Entwicklungen der deutschen Pflegeberufe maßgeblich mit und galt weit über Thüringen hinaus als anerkannte Stimme der Pflege. Sein Engagement reichte wesentlich über diese berufliche Ebene hinaus:

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg prägte Rolf Höfert die Entwicklung des Paritätischen Thüringen in herausragender Weise. 32 Jahre lang gehörte er dem Vorstand des Paritätischen Landesverbandes Thüringen an, in dem er mit strategischem Weitblick, fachlicher Tiefe und unendlichem Engagement entscheidende Weichen für die soziale Infrastruktur im Freistaat stellte. Besonders bedeutsam war seine Rolle als Vorstandsvorsitzender, ein Amt, das er 16 Jahre lang ausübte und insbesondere in Thüringen hat Rolf Höfert damit bleibende Strukturen geschaffen. Unter seiner Führung entwickelte sich der Verband zu einer starken Stimme der freien Wohlfahrtspflege.

Von 1990 bis 2023 brachte Rolf Höfert seine Expertise im Verbandsrat des Paritätischen Gesamtverbandes in Berlin ein und stärkte damit die Verbindung zwischen Thüringen und der bundesweiten Wohlfahrtsarbeit und dies war nur eines von vielen Ehren- und Fachämtern, die Rolf Höfert als Experte deutschlandweit wahrnahm. Für seine Verdienste erhielt er am 24. August 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande als ein Zeichen der Anerkennung für sein jahrzehntelanges Wirken.

Ebenso verantwortungsvoll begleitete er die Entwicklung der Paritätischen BuntStiftung Thüringen, deren Stiftungsrat er ab 2011 angehörte. Zwischen 2011 und 2019 übernahm er in der Paritätischen BuntStiftung Thüringen den Vorsitz des Stiftungsrates. Bis Dezember 2025 gehörte er dem Gremium aktiv an und setzte dort wichtige Impulse zur Förderung der sozialen Arbeit in Thüringen.

Mit seinem strategischen Denken, seiner Fähigkeit zur Vernetzung und seinem unerschütterlichen Einsatz setzte Rolf Höfert bedeutende Impulse für soziale Innovationen, freiwilliges Engagement und die Stärkung der Sozialwirtschaft in Thüringen.

Rolf Höfert war ein Mensch, der immer mit Leidenschaft, Weitblick und Empathie handel­te. Sein Rat war stets fundiert, seine Haltung klar, seine Verlässlichkeit außergewöhnlich. Viele verdanken ihm Orientierung, Förderung oder schlicht das Vertrauen, den eigenen Weg zu finden. Seine Arbeit prägte Generationen von Fachkräften, Verbänden und Projekten in der Sozial- und Pflegewirtschaft.

Die Paritätische BuntStiftung Thüringen und all jene, die von seiner Arbeit profitiert haben, trauern um einen Menschen, der für viele ein Vorbild war.

Wir danken Rolf Höfert für ein Lebenswerk, das weit über sein Wirken hinausstrahlen wird. Seine Handschrift bleibt in den paritätischen Strukturen, in der Pflegepolitik und in den Herzen der Menschen, mit denen er gearbeitet hat.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Rolf Höfert – Von der Erde gegangen, im Herzen geblieben.

 

In tiefer Trauer

 

Christiane Bernuth                                                 Corinne Laudan
Stiftungsratsvorsitzende                                         Vorstand
Paritätische BuntStiftung Thüringen                       Paritätische BuntStiftung Thüringen