Attraktivität & Ausstrahlung

Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit und was ein Unternehmensverbund zur Verbesserung beitragen kann

6. Denkwerkstatt, Tag 2

Zum Thema „Die Sozialwirtschaft als attraktiver Unternehmensverbund“ saß unter anderem Susanne Paton vom Praxisamt Soziale Arbeit der FH Erfurt im Podium.

Wir stellen Frau Paton ein paar Fragen.

PMW: Was macht einen Arbeitgeber in der Sozialwirtschaft für Hochschulabsolvent*innen attraktiv?

Paton: Träger müssen leistungsgerecht entlohnen mit langfristigen Beschäftigungszusagen und persönlichen und fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehören auch die Möglichkeiten, sich weiterzubilden und Supervision in Anspruch nehmen zu können (auch als Team). Das Arbeitspensum muss angemessen sein und die räumliche sowie sächliche Ausstattung am Arbeitsplatz gegeben sein. Es bedarf eines guten Einarbeitungssystems für Berufsanfänger*innen und Fachkräften aus ursprünglich anderen Arbeitsbereichen und Trägersystemen...eigentlich ja generell, oder? Fachkräfte müssen die Gelegenheit bekommen, sich berufspolitisch einbringen zu können, auch im Rahmen der Arbeitszeit. Ein regelmäßiger Austausch zu Fachthemen und Arbeitsweisen muss auch trägerübergreifend stattfinden. Gut angeleitete Praxisphasen im Studium schaffen Verbundenheit zur Organisation.

PMW: Welchen Beitrag kann ein Unternehmensverbund zur besseren Integration von Studium und Praxis leisten?

Paton: Es wäre wichtig die Standards zu Praktika und Praxisanleitung der jeweiligen Hochschule und der "BAG Praxisreferate Soziale Arbeit" im Unternehmensverbund zu kommunizieren und durchzusetzen. Praxisanleitung bedeutet einen erhöhten Arbeitsaufwand für die Fachkräfte, welcher oft in den Tätigkeitsbeschreibungen nicht verankert ist und somit "nebenbei" mit geleistet werden muss. Bezahlte Praktika sind zu erwägen, die Studierenden befinden sich in den Vollzeitpraktika oft in prekären Lebenssituationen, weil sie zusätzlich Nebenjobs haben. Gemeinsame Fachveranstaltungen mit den jeweiligen Hochschulen verbindet die Schnittstellen Hochschule und Praxis. Auch eine gemeinsame Lobbyarbeit an Fachthemen zwischen Hochschule und Praxis sind wichtig. Anregungen für Abschlussarbeiten könnten aus der Praxis gegeben und im Masterstudium durch die Studierenden erforscht werden, das bringt Nutzen für Theorie und Praxis und eine Verbindung beider Schnittstellen.

 

Wir danken Frau Paton für die spätere Zuarbeit Ihrer Impulse.

Wie Sie die Innen- und Außenwirkung Ihrer Organisation gestalten

„Was drauf steht, muss auch drin sein.“ Die schönste Ausstrahlung kommt bekanntlich von Innen. Wer, wenn nicht die eigenen Mitarbeitenden merken, wenn Gesagtes und Gelebtes nicht zusammenpassen. Deshalb geht es bei Konzepten wie dem Employer Branding vor allem um Authentizität und das Herausarbeiten der eigenen Stärken als Arbeitgeber. Nur dann werden Ihre Mitarbeitenden zu den besten Botschaftern und Botschafterinnen für Ihre Organisation.